Teil 2 - Was lange währt wird endlich Beach!

Nach der großen Regenzeit auch Sommer 2011 genannt, sollte es auf der Baustelle Ende August weitergehen. Es musste eine Grube von 24x14x0,40 = 137 m³ ausgehoben werden.

Mit Spitzhacken und Schaufeln gingen wir mehrere Monate jeden freien Tag auf den Platz.

 

Alles falsch, wir haben uns professionelle Hilfe geholt. Der Vater einer Jugendspielerin und Inhaber des Baugeschäfts August Lohe hat uns geholfen. Gleichzeitig hatten wir auch die Planung modifiziert – nur 0,20 m tief graben und den Aushub als Aufschüttung von 0,20 m, ergibt auch eine Grubentiefe von 0,40 m und eine kleine Tribüne, ohne Erde abtransportieren zu müssen. Erdverschiebung und Festrütteln der Anlage dauerte mit den geeigneten Baumaschinen knappe drei Tage. Jetzt durften die Herren doch noch Hand anlegen. Die Fundamente für die Netzstangenhülsen mussten gegossen werden. Unsere zehn Männer, fast alle mit Halbwissen, wollten die Fundamente mit Zement, Sand, Kies und einer Mischmaschine füllen, aber warum müssen Fundamente rechteckige Oberflächen haben? Hauptsache sie sind stabil, und die Hülsen waage- und lotrecht. Die Fundamente wurden etwas überdimensioniert, sie halten und lassen die Netzanlage über Jahre gut aussehen.

Nun fehlten nur 220 t Sand. Dank Harald Graf, der die Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt führte, durfte der Sand in 28 t Einheiten auf den Parkplätzen unterhalb des Fußballplatzes am Anfang der Anliegerstrasse angeliefert werden. Jetzt kam wieder unser Tiefbauer Mathias L. ins Spiel, er fuhr an vier Tagen ca. 250 mal mit seinem Radlader den Weg am Fußballplatz – am Jugendheim vorbei – Richtung Tribüne – rauf auf die Beachanlage. Zeitgleich musste der Sand mit großen Haken verteilt und auf Höhe verstrichen werden. Dies taten der Student Sven und der Lehrer Oli, die tagsüber viel Zeit für Sandspielchen hatten.

Anfang Oktober war dann der Sommer endlich da, und wir konnten nicht nur das Spielfeld und die Netzanlage probeweise aufbauen, nein wir haben sogar schon drei Sätze gespielt. Im Anschluss wurde die Beachanlage „Winterfest“ gemacht. Hierzu wurden noch 714 m² Silofolie verlegt und mit 60 alten Autoreifen befestigt.

Im Dritten Teil werde ich dann über die Begrünung und der Beseitigung der Flurschäden berichten. Im vierten sollte dann die Eröffnung mit den Sponsoren, Helfern, dem Vorstand und der Abteilung stehen.