Relegationskrimi knapp verloren

Am vergangenen Sonntag stand das Relegationsspiel der 1. Damen zum Aufstieg in die Bezirksliga an. Bei einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel konnte man sich nie sicher sein, wer am Ende vorne liegen würde, was noch zu einer hohen Dramatik am Spielende führen sollte.

 

So war auch der 1. Satz bis zum 18. Punkt sehr ausgeglichen. Zum Ende hin wollte keiner einen Fehler machen, wodurch es zu langen Ballwechseln kam. Dort konnte größtenteils unsere Mannschaft die Konzentration und Ballsicherheit länger aufrechterhalten und entschied so die entscheidenden Punkte für sich. Im zweiten Satz war man schon relativ früh mit 10 Punkten im Rückstand. Auch die gute Konzentration gegen Ende des ersten Satzes konnte nicht beibehalten werden. Gegen Satzende wurde das Spiel wieder konstanter, jedoch reichte dies nicht um den 10-Punkte Rückstand wieder aufzuholen. Wie schon im zweiten Satz ging auch im dritten der Gegner früh in Führung. Grund dafür waren viele kleinere Fehler. Somit wurde auch der dritte Satz verloren. Es stand 2:1 für Leverkusen. Für den nächsten Satz war es also wichtig, nicht wie die beiden Sätze davor schon früh in Rückstand zu kommen, sondern gleich von Anfang an eine gute Leistung zu zeigen. Dies wurde auch gut umgesetzt. Starke Angaben und ein guter Block sorgten schon früh für eine sechs Punkte Führung. Am Ende wurde es dann aber noch einmal spannender, mit viel Einsatz wurde der Satz aber gewonnen. Insbesondere gut gelegte Bälle sorgten in allen Sätzen für die entscheidenden Punkte.

 

5. Satz: Jetzt ging der Krimi erst richtig los. Springen wir direkt zum Matchball. Spielstand 14:7. Von außen betrachtet hätten die meisten das Spiel schon abgeschrieben, so bestimmt auch unsere Herrenmannschaft. Wie soll man auch 7 Aufgaben am Stück über das Netz kriegen? Nicht so aber die Damenmannschaft des ASV. Eine Serie wurde gestartet, bei der trotz des Spielstandes und eventuell aufkommender Nervosität die Ruhe bewahrt wurde. Diese Konzentration, zusammen mit Fehlern in den entscheidenden Momenten durch den Gegner, sorgte für 7 Punkte in Folge. Spielstand 14:14. Sieben Matchbälle in Folge abgewehrt! Doch genau jetzt riss die Serie, 15:14 für Leverkusen, erneut Matchball. Der Ball kommt in unsere Hälfte, eine Berührung, zwei Berührungen und der Ball ist auf Netzhöhe bei der Zuspielerin. Sowohl der Gegner als auch die eigene Mannschaft versucht an den Ball zu kommen. Nun der Pfiff des Schiedsrichters: Übergegriffen bei der dritten Ballberührung. Bayer gewinnt das Spiel 3:2 (110:98). Der Aufschrei war groß, über diese Aktion im entscheidenden Moment. Hier hätte man seitens des Schiedsgerichts ein wenig mehr Fingerspitzengefühl erwarten können, indem man in solchen entscheidenden Situationen im Zweifel weiterspielen lässt, wie es auch sonst üblich ist. Unabhängig davon ob er übergegriffen war oder nicht. So aber waren Beschwerden vorprogrammiert.

 

Abgesehen vom Endergebnis war man aber mit der Leistung sehr zufrieden. Insbesondere nach den vielen Umstellungen aufgrund von Neuzugängen sowie vorherigen Abgängen, stellt dieses Spiel einen gelungenen Saisonabschluss dar. Deshalb steht einer erneuten Aufstiegschance im nächsten Jahr nichts im Wege.

 

 

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